Von Freo nach Rotto, und wieder zurück am Arvo?

Die Australier sind keine Menschen großer Worte. Man bevorzugt hier eher kleine Worte. So wird aus dem Hafenstädtchen Fremantle Freo, aus der Rattennestinsel Rottnest Island wird Rotto und aus afternoon wird arvo.

Rotto wird von (so etwas wie?) Beutelratten bevölkert, den Quokkas. Daher hat die Insel auch tatsächlich ihren Namen: Rottnest – Rattennest. Völlig unberührte Natur, von Touristen unerschlossene Meeresbuchten, eine einwandfreie, die indigenen Völker nicht unterdrückende Geschichte und außerdem günstige Fährtickets! – all das erlebt man nicht, wenn man Rotto einen Besuch abstattet. Aber ja, es ist schon ganz hübsch, gebe ich zu.

Doch die zuckersüßen Quokkas muss man erstmal finden (Achtung, wenn es im Gebüsch raschelt, ist das vermutlich kein Quokka, sondern ein olivgrünes, abscheuliches und furchteinflößendes Echsentier unbekannten Namens, das Touristen attackiert! Grrr!)

Links: Zunächst dachte ich an ein Quokka, das die Wärme des Asphalts schätzt. Es stellte sich jedoch heraus, dass es das Kind einer jungen Familie aus Darmstadt ist (rechts), die mir hier auf der Insel zufällig über den Weg lief. Nicht nur die Fauna, auch die Vegetation auf Rotto ist insgesamt ziemlich schräg.

Angeblich nicht mehr im Einsatz ist diese Supermonsterwumme vom Typ SMW-2000. Um diese besichtigen zu können, wurde extra ein Dieseltriebwagen vom Typ DTW-4711 in Betrieb genommen, der über historische Meterspurgleise die dicken Touristen aus aller Welt mit etwa 2 km/h den Berg hoch karrt. Hier erreicht er soeben seine Endstation: Oliver Hill. Mit 41 m über dem Meeresspiegel ist selbiger die zweithöchste Erhebung der Insel.

Aber wo sind denn nun die süßen Quokkas, wegen derer die Touristen um die halbe Welt reisen? Und – sind sie denn wirklich so unglaublich süß, zutraulich und putzig, wie alle behaupten? Ja, sind sie!!!!!11

Quokkas verfolgen einen regelrecht, weil sie Menschen so interessant finden. Vermutlich weil diese sie gerne mal füttern – und so habe auch ich es getan, und ihnen leckere, harte und völlig vertrocknete Blätter zum Fraß angeboten, die sie sodann genüßlich verzehrten.

Links: Wer findet das Quokkababy? Rechts: Hier geht es bergan, wodurch die nächsten 8 km ziemlich langsam werden. Hm? Ach, da ist ja schon wieder diese Familie aus Darmstadt!

Zum Schluss noch etwas Planschspaß in dieser hübschen Bucht. Jedoch, da Australien um 17 Uhr die Bordsteine hochklappt, muss man sich fährig eilen, nicht unfreiwillig noch die Nacht hier zu verweilen. Auf, auf!

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